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Interessantes vom Hamburger Derby – 20.05.2012

| Messe, Veranstaltungen & Turniere | 1. Dezember 2016   (Veröffentlicht: 21. Mai 2012)

 
Hamburg Derby

Am gestrigen Sonntag, den 20.05.2012,  fand erneut das Highlight des großen Hamburger Springturnieres statt, als man wie seit knapp 100 Jahren über den traditionellen Hamburger Derby-Parcours aus Naturhindernissen jagte.

Zwischen Großem Wall, Pulvermanns Grab, den Irischen Wällen und den Eisenbahnschranken schieden sich so oft die Geister zwischen Reiter und Pferd… Wer diesen Parcours bewältigt, ist schon ein Held. Wer dies auch noch fehlerfrei und als Sieger schafft, der geht tatsächlich in die Annalen des Hamburger Derbys ein.

Die großen Namen und ihre potentiellen Olympia-Kandidaten unter dem Sattel fehlen jedoch im Derby-Parcours. Zu viel kann schiefgehen beim Derby, zu groß wäre die Verletzungsgefahr. Das hat sich verändert seit den Zeiten, wo hier eine Halla mit Hans-Günter Winkler oder ein Meteor mit Fritz Thiedemann durch den Parcours ritten.

So fand man beispielsweise einen Marcus Ehning mit einem eher unbekannten neunjährigen Pferd namens Campbel mit einem Abwurf im Derby auf Rang Sechs wieder. Janne Friederike Meyer, eine weitere Olympia-Kandidatin, gab mit ihrem Pferd Büttner´s Catcher auf, nachdem dieser sich ein Eisen abtrat, beide aber auch schon Abwürfe hatten.

Die weiteren deutschen Olympia-Hoffnungen waren gar nicht am Start.

So war die Bahn frei für einen jungen 23-Jährigen, der schon als Derby-Spezialist bezeichnet werden kann. Nisse Lüneburg, Sohn des Holsteinischen Verbandspräsidenten Jan Lüneburg, und Calle Cool, ein Pferd, das schon Carsten-Otto Nagel erfolgreich im Derby ritt. Erfahren ist dieser 15-jährige Wallach, der Wall kann ihn nicht mehr erschrecken. Doch auch Lüneburg ritt abgeklärt – auch im Stechen gegen Torben Köhlbrandt und C-Trenton Z, der bereits im vergangenen Jahr Zweiter geworden war. Diese beiden hatten die einzigen Nullrunden des Tages geliefert.

Ja, selbst mit drei Abwürfen war man im Hamburger Derby noch platziert. Er ist eben etwas Besonderes, dieser längste und schwerste Parcours der Welt, der so viel anders ist, als alle anderen…

Einen eher „normalen“ und doch schweren Parcours erlebte man am Samstag in der Global Champions Tour. Hier tummelten sich all jene, die sich vor Olympia bestens präsentieren wollten. Am besten gelang dies von den deutschen Hoffnungen Janne Friederike Meyer mit ihrem quirligen Cellagons Lambrasco, der wirklich aus jeder Lebenslage zu springen scheint. Vierter Platz, ein Abwurf im Stechen – dennoch einfach großartig und sicherlich mehr als ein Fingerzeig in Richtung London für Bundestrainer Otto Becker. Noch mehr beeindruckt dürfte diesen allerdings die 21-jährige Katrin Eckermann auf dem dritten Platz in der GCT haben. Mit ihrem Carlsson lieferte sie erneut eine grandiose Leistung ab. Zwei fehlerfreie Runden, ein Abwurf im Stechen – toll! Man möchte es fast ein wenig schade finden, dass die junge Dame für die Olympischen Spiele wohl aufgrund ihrer Unerfahrenheit keine Berücksichtigung finden wird. Dabei ist sie tatsächlich DIE Reiterin der vergangenen Wochen und Monate.

Zu den anderen Deutschen, die sich Hoffnungen auf einen Startplatz bei Olympia machen:

Marcus Ehning und Plot Blue schafften es mit 4 Punkten im zweiten Umlauf dieses schweren Springens auf den achten Platz – ebenfalls eine Empfehlung, nachdem die beiden eine Woche zuvor auch schon den etwas einfacher gestalteten Großen Preis von Mannheim gewonnen hatten.

Auch Philipp Weishaupt und Hengst Monte Bellini hatten im zweiten Umlauf einen Abwurf – ebenfalls eine Empfehlung. Marco Kutscher und Cornet Obolensky sowie Meredith Michaels-Beerbaum mit Bella Donna hatten beide im ersten Umlauf einen Abwurf, jedoch sahen die Runden dennoch gut aus. Man muss sehen, wie sich diese Paare in den nächsten Wochen entwickeln, um eine Entscheidung zu treffen. Im Fall MMB zeigte sich ihr 17-jähriger Checkmate am Donnerstag in der Qualifikation in Bestform auf Platz 6 mit einer brillanten Runde und Stechen.

Gewonnen wurde die Global Champions Tour übrigens von Nick Skelton, der auch schon am Donnerstag in besagtem Mercedes Benz Preis siegreich war. Mit Big Star und Carlo verfügt er über zwei Ausnahmetalente unter dem Sattel, sodass dem Briten der Platz im Olympiateam schon sicher zu sein scheint!

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