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Giftpflanzen – die große Gefahr für Pferde

| Pferde Gesundheit | 3. November 2012   (Veröffentlicht: 3. November 2012)

 
Giftige Pflanzen für Pferde

Gefahr durch Giftpflanzen

Eine Gefahr ist  immer gegeben, wenn es mit Pferden nach draußen geht – vor allem natürlich in der Sommerzeit. Die Gefahr ist die, dass das Pferd Giftpflanzen frisst und dadurch eine Vergiftung erleidet, die schlimm enden kann.

Anzeichen von Vergiftungen beim Pferd

Störungen in der Verdauung, im Magen-Darm-Bereich, können erste Anzeichen sein. Verstopfungen können sich hieraus ergeben, eben so wie Durchfall. Und dann ist da natürlich die Kolik. Wenn dies passiert, ist schon höchste Eile geboten. Trotzdem spricht man in diesen Fällen noch von “Leichten Vergiftungen”. Bei “Schweren Vergiftungen” ist fast immer das Nervensystem mit angegriffen. Die Pferde zeigen Lähmungserscheinungen und Bewegungsstörungen.

Wie Vergiftungen vorgebeugt werden kann und vor Allem, wie die wichtigsten Giftpflanzen aussehen, zeigen wir hier.

Am Wichtigsten ist es, bei den allerersten Anzeichen den Tierarzt zu holen. Er kann dann die nötigen Maßnahmen einleiten. Bei einer Vergiftung kommt es oft auf eine schnelle Reaktion an!

Vorbeugung und Wissen sind wichtig

Giftige Pflanzen für Pferde

Weide auf Giftpflanzen absuchen

Vorsichtsmaßahmen bei Vergiftungen sind ob allem höchste Aufmerksamkeit und Wissen, welche Pflanzen giftig sind. Dies sollte ein junger Reiter schon möglichst schnell lernen. Es wird zum Glück auch bei sämtlichen Reitabzeichen mit abgefragt.

Besonders sollten vor Allem die Weiden sehr regelmäßig auf Giftpflanzen abgesucht werden, das heißt am besten mehrmals pro Woche. Hier hat der Reiter es in der Hand, dass sein Pferd nichts Giftiges frisst.

Und auch bei Ausritten sollte darauf geachtet werden, dass das Pferd während dem Ritt nicht – ohne Aufsicht – am Wegrand frisst und dass es auch bei einer Rast nicht in der Nähe von Giftpflanzen angebunden wird. Ein schneller Blick über die Umgebung des Pferdes genügt, wenn der Reiter ausreichend Bescheid weiß.

Giftige Pflanzen

Eine kurzen Überblick, welche Pflanzen denn (unter anderem) zu den Giftpflanzen zählen und welchen davon das Pferd am häufigsten begegnet, gebe ich hier noch mal. Allerdings ist es unbedingt nötig, dass der Reiter sich ein Pflanzenbuch beschafft und dort das Aussehen der Pflanzen nachschlägt.

Empfehlenswert: der Klassiker “Was blüht denn da?

Giftpflanze Tollkirsche

Tollkirsche © Julietta Hoffmann

Tollkirsche

Die Tollkirsche (Atropa Belladonna) ist eine der gefährlichsten Giftpflanzen hierzulande. Ihre dunklen Beeren sind ebenso bekannt wie auch der leuchtend rote Fingerhut (Digitalis Purpurea). Beide sind gleichermaßen für Pferd und Mensch enorm gefährlich. Die Tollkirsche ist eine Staude von ca. 50-150cm Höhe mit  eiförmig-elliptischen Blättern. Die braunroten Blüten sind glockenförmig und zwischen Juni und August zu sehen. Die kirschengrossen Früchte, daher auch der Name, sind glänzende schwarze Beeren in einem grünem Kelch.

Giftpflanze Eibe

Eibe © gartentipps.com

Eibe

Aber auch die rotbeerige Eibe (Taxus Baccata), der Buchsbaum (Buxus Sempervirens), der leidergottes oft  in Gärten wächst und Pferden öfters begegnet als man vielleicht denkt, sowie der Besenginster (Sarothamnus Scoparius) und der Goldregen (Laburnum Anagyroides). Die Eibe ist ein Baum von etwa 3-15m Höhe mit einem rotbraunen Stamm. Die Blätter sind nadelförmig und ca. 2-3cm lang. Die Früchte sind blauschwarze Samen in einem kaminroten Samenmantel.

Herbstzeitlose Giftpflanze

Herbstzeitlose © Karl Johann

Herbstzeitlose

Ebenso gefährlich ist die Herbstzeitlose (Colchicum Autumnale), die häufig uh mit dem beliebten Bärlauch verwechselt wird, solange sie noch nicht blüht. Doch ob allem sind auch ihre Blätter giftig. Dazu kommt die andere “Bärlauch-Verwechslung”, das Maiglöckchen (Convallaria Majalis). Die Herbstzeitlose ist ein mehrjähriges Kraut und etwa 5-20 cm hoch. Die Blüten in helllila bis rosa oder gelegentlich auch weißer Farbe blühen in den Monaten August bis Oktober.

Lebensbaum Giftpflanze Pferd

Lebensbaum © Alexandra Koch

Lebensbaum

Gefährlich sind auch der Lebensbaum (Thuja), ebenfalls häufig in Gärten zu finden, der Oleander (Nerium Oleander), die Robinie (Robinia Pseudocaria) und der Seidelbast (Daphne Mezereum). Der Lebensbaum ist ein Baum von bis zu 30m Höhe. Seine Blätter sind schuppenförmig und mattgrün. Beim Zerreiben duften die Blätter leicht nach Gewürznelke. Der Lebensbaum ist aufgrund seiner Farbe und der weiten Verbreitung leider schwer auszumachen.

Mit all diesen Pflanzen sollte ein Pferd am besten wirklich gar nicht in Berührung kommen. Es geht eine große Gefahr von ihnen aus, die jeder Reiter ernst nehmen sollte.

 

Buchempfehlung zu Giftpflanzen

 

Was blüht denn da?

Taschenatlas Giftpflanzen

Giftpflanzen für Pferde

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Ein Kommentar zu “Giftpflanzen – die große Gefahr für Pferde”

  1. Oft wird die Gefahr, die von giftigen Pflanzen ausgeht unterschätzt und man meint, dass die Pferde selbst wissen, welche Pflanzen ihnen gut oder nicht, paradoxerweise üben genau diese Pflanzen einen besonderen geschmacklichen Anreiz auf die Tiere aus, sodass sichergestellt werden muss, dass diese Pflanzen auf der Weide nicht vorkommen.

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