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Wiesbadener Pfingstturnier 2012 – Der Samstag

| Messe, Veranstaltungen & Turniere | 1. Dezember 2016   (Veröffentlicht: 31. Mai 2012)

 
Wiesbadener Pfingstturnier 2012

Quer durchs Schlosspark-Gelände zum Sieg – 25. Mai 2012

Ein strahlend-schöner, warmer Samstagmorgen blickte den Zuschauern im Wiesbadener Schlosspark Biebrich entgegen. Gegen Mittag wurde es dann sogar richtig heiß mit Temperaturen um die 25 – 28° C. Doch das machte den vielen begeisterten Vielseitigkeits-Fans nichts aus, die auf die Geländestrecke stürmten, um zuzuschauen, Fotos zu machen, ihre persönlichen Favoriten anzufeuern oder einfach die vorbeigaloppierenden Pferde während eines Spaziergangs durch den Park zu genießen: Es war auf jeden Fall viel los im Gelände!

Die Vielseitigkeit

Diese Unterstützung beflügelte auch Ingrid Klimke, wie diese später verriet. Die Fans, die herrliche Kulisse im Schlosspark, das schöne Wetter – alles perfekt, um endlich die Wachablösung des in den vergangenen drei Jahren siegreichen Welt- und Europameisters im Einzel und Olympiafavoriten Michael Jung zu schaffen.

Dr. Kirsten Thomsen - Wiesbaden

Dr. Kirsten Thomsen - © Regina Siemianowski

Gesattelt hatte Klimke für diese Mission den 12-jährigen Wallach Tabasco, seines Zeichens Trakehner von Heraldik xx, ein besonders schickes Pferd, das ein würdiger Nachfolger von Olympiapferd Abraxxas werden könnte. Fehlerfrei und schnell ging es durchs Gelände und unter dem Jubel von Tausenden Zuschauern ins Ziel im großen Springstadion. Dieses herrliche Gefühl ist den Vielseitigkeits-Reitern auf diese Art und Weise sonst nur in Aachen vergönnt…

Vielseitigkeit Wiesbaden

Geländeimpression - © Regina Siemianowski

Nach der Dressur hatte Michael Jung mit seinem 11-jährigen Württemberger Wallach River of Joy, dem Sieger von 2010 und 2011, vorne gelegen, ein Abwurf im Springen am Freitag hatte ihn jedoch zurückgeworfen. Das Gelände absolvierte er fehlerfrei und in Bestzeit, was ihm Platz 2 bescherte. Ebenfalls beeindruckend sprangen die Olympiakandidaten Dirk Schrade mit King Artus (Platz 3) und Andreas Dibowski mit FRH Fantasia (Platz 7) durchs Gelände. Mit einer tollen Leistung landete auch Julia Mestern, die ebenfalls im vergangenen Jahr an der Europameisterschaft teilgenommen hatte, auf Platz 4.

Julia Krajewski

Julia Krajewski - © Alexandra Koch

Besondere Freude gab es bei Julia Krajewski mit ihrer neuen Hoffnung, dem 11-jährigen Oldenburger Wallach London-Return, auf Platz 8. Sie erhielt die Förderprämie des Derby Dynamic Cups für Nachwuchsreiter bis 25 Jahren. „Mit diesem Geld kann man sich Wünsche wie beispielsweise ein Training in der Vielseitigkeitshochburg Großbritannien erfüllen, die mit sehr hohen Reisekosten verbunden sind.

Ich durfte das schon einmal mit der Perspektivgruppe Vielseitigkeit erleben, jetzt geht es wieder zu unserem Bundestrainer Chris Bartle über den Kanal

erzählte die junge Pferdewirtin die vor kurzem ihre Prüfung ablegte und in Warendorf am DOKR trainiert.

Ingrid Klimke

Ingried Klimke © Alexandra Koch

Ingrid Klimke freute sich nicht nur mit Tabasco, sondern auch mit ihrem zweiten Pferd, der schicken 8-jährigen Hannoveraner Stute von Embassy, FRH Escada. Mit ihr gewann sie den Preis für das beste Nachwuchspferd.

Ingrid Klimke ging übrigens auch noch mit ihrem Dressurpferd Liostro in Wiesbaden an den Start (und wurde Vierte im Grand Prix Special) und bewies damit, dass sie als Tochter von Dr. Reiner Klimke, dem leider viel zu früh verstorbenen Olympiasieger, auch hier ihre Spitzenpferde hat.

Kai Rüder

Kai Rüder - © Regina Siemianowski

Michael Jung dagegen startete zusätzlich noch im Springen – und holte sich in Rahmenprüfungen einen 2. und 3. Platz ab.

Sie sind doch ein ganz eigenes Völkchen, diese Vielseitigkeitsreiter – im wahrsten Sinne des Wortes vielseitig. Und zugleich extrem bodenständig, denn Ingrid Klimke sah man nicht nur den ganzen Tag auf dem Turniergelände, sie schlief auch im Laster direkt am Schlosspark, da „Hotels nicht so mein Ding“ wären.

Die Dressur

Dressur Junioren Wiesbaden

Dressur Junioren - © Alexandra Koch

Dressur gab es auch noch zu bewundern an jenem Samstagnachmittag bevor es losging mit der Global Champions Tour, der höchstdotierten Springserie weltweit. Die Junioren, Jungen Reiter und Ponyreiter ritten um die Qualifikation für die Europameisterschaften in der Schweiz. Uta Gräf dominierte mit ihrem prachtvollen 12-jährigen Holsteiner Hengst Le Noir die Qualifikation zur Flutlicht-Kür am Sonntag. Sie ist eine der sympathischsten Dressurreiterinnen im internationalen Zirkus, führt nicht nur einen überaus pferdefreundlichen Hof, sondern ist zugleich auch Trainerin der regionalen Dressurreiter mit Handicap.

Einen Schreckmoment gab es in einem Rahmenspringen, dem Preis der Dyckerhoff AG, über 1,45 Meter, den der Spanier Sergio Alvarez Moya mit Abab van Het Moelnhof gewann: Die Australierin und führende in der Global Champions Tour, Edwina Tops-Alexander, stürzte von ihrem Pferd und zog sich dabei eine stark blutende Platzwunde sowie eine Gehirnerschütterung zu. In der Tour am Samstagabend konnte die Ehefrau von Tour-Chef Jan Tops dadurch natürlich nicht an den Start gehen. Jedoch konnte der Ehemann am Abend Positives vermelden und verkünden, dass seine Frau bereits am Sonntag das Krankenhaus würde verlassen können. Dem Pferd war beim Sturz nichts passiert.

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