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Reiten ohne Sattel – Eine sinnvolle Ergänzung zum normalen Unterricht

| Reiten lernen | 23. Juni 2012   (Veröffentlicht: 5. Juli 2012)

 
Dressur

Sättel wurden zum Reiten erfunden. Damit der Reiter einen sicheren Halt auf dem Pferd hat, damit er in brenzligen Situationen nicht so leicht herunterfällt. Natürlich sind Sättel eine Erleichterung, wenn es ums Reiten geht, schon weil der Knieschluss nicht ständig so fest sein muss.

Aber trotzdem: Das Gefühl auf einem ungesattelten Pferd zu sitzen, bezeichnen viele als einmalig und möchten es auf gar keinen Fall – zumindest ab und zu – missen.

Es geht ihnen dabei vor allem um den direkten Hautkontakt, um das  wärmende Fell und einfach die Geborgenheit, die solch ein lebendiger Körper auch vermittelt.

Reiten ohne Sattel zur Sitzschulung

reiten ohne sattel

Reiten ohne Sattel – © Alexandra Koch

Aber überhaupt kann es sehr sinnvoll sein, ab und zu eine Reitstunde auf dem blanken Pferderücken einzulegen. Dabei wird besonders das Gleichgewicht extrem geschult. Reiter, die schon mal ohne Sattel reiten, haben eine viel bessere Balance auf dem Pferderücken.

In vielen Reitschulen gehört deshalb eine Sitzschulung ohne Sattel zum Standardprogramm.

Besonders Anfänger profitieren davon, dass sie genau fühlen, wie sich der Pferdekörper unter ihnen bewegt.
Wenn sie jede einzelne Bewegung des Pferdes so nachvollziehen können, hilft das der eigenen Sicherheit enorm.

In vielen Reitställen wird es auch so gehandhabt, dass der Reiter zunächst ohne Sattel auf einem Pferd sitzt, dem ein Voltigiergurt umgeschnallt wurde, so dass der Reitschüler sich an den festen Griffen festhalten kann.

Das ist zunächst einfacher als nur die Zügel in der Hand zu haben, an denen man sich ja nicht festhalten, sondern das Pferd lenken soll.

Aber irgendwann sollte auch das ausprobiert werden. Und keine Angst: Hat man erst mal das Gefühl fürs Reiten entwickelt ist dies nicht weiter schwer.
Und notfalls hilft immer der Griff in die Mähne des Pferdes.

Mit der Zeit können ohne Sattel alle Grundgangarten des Pferdes ausprobiert werden. Wobei der Trab sich am schwersten erweist. Ohne Sattel leichttraben ist sicherlich nicht einfach.

Auch Springen ohne Sattel kann eine tolle Sache für fortgeschrittene Reiter sein, bei der sich der Sitz während des Sprungs enorm verbessern kann. Der Reiter ist mit Sicherheit bald viel besser auf dem Pferderücken ausbalanciert.

Und ein Anfänger, der ohne Sattel einmal genau gespürt hat, wie das Pferd das eine und dann das andere Vor- und Hinterbein bewegt hat, der kann sich über einen direkteren Draht zu seinem Partner Pferd freuen.

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Ein Kommentar zu “Reiten ohne Sattel – Eine sinnvolle Ergänzung zum normalen Unterricht”

  1. Leider kein Wort dazu, was der Sattel dem Pferderücken bringt, der für das Lasten tragen evolutorisch nicht geschaffen ist und dass man, wenn man ohne Sattel reitet, dies auf wenige Male und maximal 10 min beschränken sollte. Schade, dass das Wohl des Pferdes hier gar kein Gehör findet.

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