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Reitstiefel, Stiefeletten und Schuhe–Vielfalt des Marktes

| Reitstiefel | 3. Oktober 2015   (Veröffentlicht: 12. November 2012)

 
Reitstiefel

Wir setzen bei der Herstellung unserer Reitstiefel auf Qualität durch Handarbeit und den Einsatz von speziell auserwähltem und sehr hochwertigem Leder. Natürlich ist die perfekte Passform ebenso von hoher Bedeutung für uns. Maßanfertigungen sind bei uns immer möglich“,
berichtet die Pressesprecherin des Marktführers „Cavallo“, Katalyn Bugyi.

Hier werden alle Prämissen erwähnt, die ein Reitstiefel von heute zu erfüllen hat. Qualitativ hochwertig muss er sein. Ausgewählte Materialien müssen verwendet werden. Wichtig ist außerdem eine perfekte Passform, damit es nicht zu Druckstellen am Bein und unangenehmen Blasen am Fuß kommt.

Darauf legen Turnierreiter, die den ganzen Tag im Sattel verbringen, ebenso viel Wert wie Freizeitreiter. Auch wenn die Ansprüche unterschiedlich sein mögen: Qualität – in unterschiedlichen Abstufungen – bleibt immer oberstes Prinzip.



Reitstiefel

Hinsichtlich ihrer anatomischen Form haben klassische hohe Reitstiefel in den vergangenen Jahren – auch mit der Unterstützung von Sportmedizinern – enorme Fortschritte  gemacht. Zusätzlich sind auch High-Tech-Materialien hinzugekommen, welche die Stiefel von heute angenehmer zu tragen machen.

Hohe Reitstiefel sind nach wie vor DER Klassiker der Reitmode. Für das Turnier ist klassisches Schwarz immer noch Standard, auch wenn manch ein Spitzenreiter mittlerweile auf extravagantere Farben setzt. So sieht man Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum heute in hellbraunen, fast einem Orangeton ähnelnden Stiefeln auftreten.

Unterschiedliche Materialien & Aufbau

Die unterschiedlichen Preisklassen der Reitstiefel setzen auch auf unterschiedliche Materialien. So kann ein Reitanfänger auch mit Gummi- oder Synthetikreitstiefeln der unteren Preisklasse gut leben. Für Menschen, die fast täglich in den Sattel steigen, lohnen sich jedoch Stiefel aus (meist Rinds-)Leder, die nicht selten dann auch nach Maß angefertigt werden. Sie sind und bleiben das Non-Plus-Ultra der Reitstiefelmode.

Vorteil der Lederreitstiefel: Hoher Tragekomfort und Langlebigkeit bei entsprechender Pflege. Diese ist jedoch bei Lederstiefeln ungleich aufwendiger als bei Gummireitstiefeln. Während letztere einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden können, bedarf der Lederreitstiefel einer trockenen Grundreinigung, auf welche Lederpflege mit Pflegemitteln folgt. Für die Matschkoppel oder das Misten ist es daher ratsam, auch ein paar Gummireitstiefel im Einsatz zu haben…

Beim Schaftstiefel ist die Innenseite der Stiefel mit dünnerem Leder ausgestattet als die Außenseite. Der Kontakt zum Pferd soll innen am Bein gegeben sein, während der Stiefel außen stabilisieren soll.

Der Schaft der Dressurstiefel ist meist zusätzlich versteift, um bessere Hilfengebung zu ermöglichen, während bei Springstiefeln vor allem die Beweglichkeit des Reiters im Stiefel zählt. Ein erhöhter Außenbogen – der sogenannte „Dressurbogen“ – soll beim Dressurstiefel dafür sorgen, dass das Reiterbein gestreckter ist und länger wirkt. Springreiter setzen dagegen auf einen weichen, beweglichen Schaft, der ihnen maximale Freiheiten gönnt.

Reitstiefel für den Winter

Thermoreitstiefel

Winterreitstiefel 

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Reitstiefel erfreuen sich heute einer ungeahnten Vielfalt: Für den kommenden Winter kann der Kunde beispielsweise auf Thermoreitstiefel setzen, die nahezu jeder Hersteller mittlerweile in seinem Programm hat. Ihre spezielle Fütterung innen und Isolierung außen mittels Sympatex oder Gore Tex sorgen dafür, dass keine Nässe oder kalte Luft Richtung Fuß dringen kann. Für warme Füße in kalten Reithallen sorgen synthetische Materialien ebenso wie Lammfell – je nach Vorliebe des Trägers. Meist haben Winterreitstiefel im Gegensatz zu normalen Reitstiefeln ein deutlich sichtbares Profil, was die Bewegung bei Glätte und Matsch erleichtert.

Reitschuhe

Wer flexibel sein und seine Reitstiefel auch in der Freizeit tragen möchte, der nutzt heute Reitschuhe. Sie ähneln Wanderschuhen und können auch bestens für diesen Zweck genutzt werden. Auf die typische flache Sohle des Reitstiefels wird hier verzichtet, stattdessen eine etwas profiliertere Sohle benutzt. Ein Vorteil, wenn man mit den Schuhen auch wandern möchte, ein Nachteil, da die eigentlich – bei Stürzen – essentielle Flachsohle wegfällt. Meist sind Reitschuhe etwa knöchelhoch und verstärken den Halt im Sattel dadurch ähnlich wie Stiefeletten.

Jodhpur

Stiefeletten

Diese „Zwischenlösung“ zwischen Stiefel und Schuh ist leicht und angenehm zu tragen – vor allem im Sommer steigen viele Reiter gerne auf diese Art von Stiefel um.  Sie geben das Gefühl, einen direkteren Kontakt zum Pferderücken zu haben. Stiefeletten werden aus Leder oder synthetischen Materialien hergestellt. Sie sind eine preiswerte Alternative zum hohen Reitstiefel und werden mit Jodhpur-Reithosen in Kombination getragen. Auch die hübschen Schnürverzierungen von Reitschuhen und Stiefeletten sind für viele ein Kaufgrund. Stiefeletten mit Chaps sind laut geltender LPO auf Turnieren zugelassen.

Westernstiefel

Zusätzlich findet der Pferdefreund im Sortiment der Reitsportindustrie auch Spezialstiefel auf dem Markt. Am bekanntesten sind wohl die Westernstiefel, welche einen nicht ganz so hohen Schaft haben wie klassische Reitstiefel. Vor allem wird hier auf gutes Leder gesetzt, welches ein Maximum an Bequemlichkeit ermöglicht. Westernstiefel haben einen recht hohen Absatz und laufen etwas spitzer zu als normale Stiefel. Ihre reichen Lederverzierungen machen sie zum echten Hingucker. Getragen werden sie zusammen mit den typischen Westernstulpen, den Chaps. Marktführer in Sachen Westernreitstiefel ist hierzulande wie weltweit US-Hersteller „Ariat“.

Vorteile der Reitsteifel

Westernreitstiefel

Westernreitstiefel von Ariat 

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Für welche Art von Reitstiefeln (ausgenommen manche Reitschuhe) man sich auch entscheidet, sie haben gegenüber normalen Sportschuhen (die man allemal noch in den ersten Reitstunden tragen kann) enorme Vorteile. Einer davon ist die flexible Sohle, die meist aus Leder und Gummi gefertigt wird und glatt oder kaum gerillt ist. Dies verhindert – in Kombination mit einem deutlichen Absatz – das Hängenbleiben im Steigbügel bei einem möglichen Sturz ebenso wie ein Hineinrutschen in die Bügel und einen dadurch verursachten schlechten Sitz. Schon manche Schwäche bei Sitz und Hilfengebung des Reiters konnte mit passenderen Reitstiefeln korrigiert werden.

Preisspanne

Günstige Reitstiefel können schon für unter 100 Euro erworben werden. Allerdings werden diese fast ausschließlich aus PVC oder Gummimaterial hergestellt, was viele Reiter dauerhaft als wenig angenehm empfinden. Für Reitanfänger und Freizeitreiter ist dies jedoch oftmals schon die passende Lösung, während Profis auf oft mehrere 100 bis 1000 Euro teure Lederstiefel – fast immer in Maßanfertigung – setzen. Wichtig ist: Gute Produkte gibt es sowohl in der günstigen als auch in der teuren Kategorie! Deshalb sollte jeder Reiter vor dem Stiefelkauf seine eigenen Maßstäbe definieren und sich danach umfassend über die entsprechend besten Produkte informieren.



 

Die Reitstiefel-Industrie der Gegenwart

Heute werden Reitstiefel vor allem von großen Firmen produziert und vertrieben. Marktführer hierzulande sind „Parlanti Passion“, „Sergio Grasso“, „Königs“ und „Cavallo“. „Königs Reitstiefel“ und „Cavallo“ sind in Deutschland beheimatet. Produkte der ersten beiden Firmen kommen aus Italien, das nach wie vor als in der Reitmode zusammen mit unserem eigenen Land führend gilt. Aber auch aus den USA kommt Qualität – vor allem in Form der Firma „Ariat“, die sich seit einigen Jahren in Deutschland etabliert hat. Mit Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum hatte die Firma sogleich eine passende Werbe- und Sympathieträgerin gefunden, um auf dem europäischen Markt schnell Fuß fassen zu können. Seit kurzem wird unter anderem auch Olympiasieger Hinrich Romeike von „Ariat“ ausgestattet. „Ariat“ wollte seit Firmengründung in den USA 1992 vor allen Dingen stets die fortgeschrittensten Technologien präsentieren. Zudem setzte „Ariat“ aber auch in Europa innerhalb kürzester Zeit mit modernen Schnitten und Formen Trends. Kein Wunder also, dass „Ariat“ sich das am schnellsten wachsende Reitsportunternehmen weltweit nennen darf…

Der neueste Stand in Sachen Technologie ist für Hersteller heute ebenso wichtig wie die modischsten Schnitte. Jedoch zählt nicht nur Modernität… Vor allem muss der Stiefel passen! Dem stimmt auch Katalyn Bugyi von „Cavallo“ zu:

Eine herausragende Passform und hoher Tragekomfort sind für uns das A und O. Flexibles Material im Spannbereich erleichtert bei unseren Stiefeln An – und Ausziehen, gibt maximale Stabilität und macht optisch einen schlanken Fuß. Der enge Schaft mit querelastischem Einsatz ermöglicht besseren Kontakt zum Pferd und macht optisch ein schlankes Bein – das gilt gerade für unsere neue „FutureLine“ Reihe.

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